Schlank und fit – Pillen oder Psyche stärken?

Spätestens im Frühling packt viele Menschen die Motivation, etwas für ihren Körper zu tun. Kaum werden die Ärmel und die Hosen kürzer, fallen die zusätzlichen Kilos auf, die man während er Winterzeit angesammelt hat. Die meisten sind auf der Suche nach dem einen, wahren Mittel um dauerhaft abzunehmen. Jedoch schafft man eine Gewichtsreduktion nur mit Disziplin und auch ein wenig Flexibilität. Man sollte sich vom Gedanken verabschieden, in zwei Monaten mehr als 10 Kilo auf gesunde Weise abnehmen zu können.

Mit Pillen zum Wunschgewicht?

Viele Übergewichte wünschen sich, mit Hilfe eines Medikaments schnell die Kilos zu verlieren ohne viel dazu tun zu müssen. Ohne eine Ernährungsumstellung wird die Gewichtsreduktion nicht gelingen. Es gibt zahlreiche natürliche Mittel am Markt, die beim Abnehmen helfen sollen. Die Einnahme sollte im besten Fall nach Rücksprache mit dem Arzt erfolgen.

Bei Patienten mit einer Adipositas Diagnose können verschreibungspflichtige Medikamente verabreicht werden, durch die das Hungerzentrum im Gehirn manipuliert wird. Laut Weltgesundheitsorganisation WHO gelten Menschen mit einem BMI von über 30 als adipös. Zur Ermittlung des BMI dividiert man das Körpergewicht durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat. Unter den Appetitzüglern gibt es drei verschiedene Wirkstoffe:

  • Appetitzügler: wirken im Gehirn, es wird künstlich ein Sättigungsgefühl ausgelöst
  • Fettblocker: verhindern die Fettaufnahme im Dünndarm. Dabei werden fettverdauende Enzyme gehemmt
  • Das Erreichen des Sättigungsgefühls durch Ballaststoffe. Diese quellen im Darm auf und sorgen für länger anhaltende Sättigung.

Appetitzügler und andere Abnehmprodukte sollten nie auf eigene Faust eingenommen werden. Am besten lässt man sich von einem Arzt oder Ernährungsmediziner beraten. Immerhin muss man bei der Einnahme von Medikamenten immer mit Nebenwirkungen rechnen.

Psychische Auslöser für Übergewicht

Essen hat heute deutlich mehr Funktionen als nur die Befriedigung eines Grundbedürfnisses. Wir essen aus verschiedenen Gründen. Snacks und Mahlzeiten werden zwischendurch eingenommen. Läuft während des Essens Fernseher oder tippt man dabei am Smartphone, kann man rasch übersehen, wann man wirklich satt ist. Vor allem Schokolade und andere Süßigkeiten werden gerne als Seelentröster eingesetzt. Hat man viel Stress bei der Arbeit oder Liebeskummer, muss eine Tafel Schokolade herhalten. Für viele ist Essen auch Entspannung. Man greift abends beim Fernseher automatisch zur Chipstüte.

Bei besonders sensiblen Menschen können die Fettpolster auch als Schutzschild gegen Kränkungen und Verletzungen dienen. Wichtig ist, herauszufinden warum man zu viel isst. Dafür ist es wichtig, sich mit den wahren Problemen auseinanderzusetzen, die hinter dem Übergewicht stecken. Oft können Ereignisse aus der Kindheit dazu führen, dass man im späteren Leben nicht mehr aufhören kann zu essen. Als erster Schritt ist ein Ernährungstagebuch empfehlenswert. Darin trägt man jede Mahlzeit und jeden Snack ein. Man darf auch nicht darauf vergessen, kalorienhaltige Getränke ebenfalls anzuführen. In das Ernährungstagebuch wird nicht nur Art und Menge der Lebensmittel eingetragen. Man führt auch an, wie man sich dabei gefühlt hat und ob man wirklich aus Hunger gegessen hat. So lassen sich eingefahrene Muster schnell aufdecken. Um diese zu ändern, ist jedoch viel Disziplin und Achtsamkeit sich selbst gegenüber notwendig. Um Übergewicht zu reduzieren, sollte man auf jeden Fall auch hinter die Kulissen blicken und das Abnehmen dazu verwenden, sich selbst besser kennenzulernen.

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