Mit der dreidimensionalen Lebensmittelpyramide zu mehr Wohlbefinden

Es gibt unzählige Diäten, die innerhalb weniger Wochen einen drastischen Gewichtsverlust versprechen. Viele dieser Programme helfen auch wirklich, nur bringen sie auch einige Risiken mit sich. Einerseits wird bei vielen Diäten die Kalorienaufnahme zu sehr eingeschränkt. Als Resultat fühlen sich die Abnehmwilligen bald schlapp und lustlos. Ernährung liefert nämlich Energie und ein gewisses Maß davon ist notwendig, um gesund und fit zu bleiben. Darüber hinaus sind manche Diäten zu einseitig. Beschränkt man die Lebensmittelaufnahme auf nur wenige Gruppen, entsteht bald ein Nährstoffdefizit. Nur Obst und Gemüse zu essen ist also auf Dauer gar nicht so gesund wie man gerne meinen mag. Viele wissen gar nicht, woraus sich ein ausgewogener Speiseplan überhaupt zusammensetzt. Die dreidimensionale Ernährungspyramide ist ein hilfreiches Tool zu lernen, worauf es bei einer dauerhaften Ernährungsumstellung ankommt.

Einführung in die dreidimensionale Lebensmittelpyramide

Viele Menschen können mit Beschreibungen einer gesunden Ernährung nicht viel anfangen. Sie lesen zwar Diätbücher, aber haben am nächsten Tag schon vergessen, was wirklich wichtig ist. Daher hat sich die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) Gedanken darüber gemacht, wie man Interessierten die wichtigsten Eckpunkte so veranschaulichen kann, dass sie klar verständlich sind.

Basierend auf der Lebensmittelpyramide, die es schon seit mehreren Jahrzehnten gibt, wurde nun ein dreidimensionales Modell geschaffen. Die Pyramide besteht aus vier Seiten, die jeweils einer bestimmten Lebensmittelgruppe gewidmet sind:

  • Pflanzliche Lebensmittel
  • Tierische Lebensmittel
  • Öle und Fette
  • Getränke

In diesen vier Dreiecken findet man gesunde Varianten ganz unten im grünen Bereich und weniger günstige oben im roten Bereich. So kann jeder Anwender auf einen Blick abschätzen, welche Optionen zu bevorzugen sind. Dabei schließt die Lebensmittelpyramide jedoch kein Lebensmittel kategorisch aus. Ausnahmen dürfen gemacht und bewusst genossen werden. Relevant für die Einordnung in den unteren oder oberen Bereich sind die Energiedichte und der Nährstoffgehalt. Punkten kann die dreidimensionale Lebensmittelpyramide mit der übersichtlichen Darstellung. Dabei geht es nicht nur um die Quantität, sondern auch um die Qualität, die auch Laien auf den vier Dreiecken genau erkennen können. Durch die dreidimensionale Form ist es möglich, mehr Lebensmittel als Beispiele darzustellen wie in einem Bild. Natürlich können nicht alle Nahrungsmittel erfasst werden, die es im Supermarkt gibt. Nach und nach bekommen Anwender jedoch ein Gespür dafür, was mehr und was weniger gesund ist.

Tierische und pflanzliche Nahrungsmittel

Wie schon in der herkömmlichen Ernährungspyramide empfiehlt auch das dreidimensionale Modell, häufig zu pflanzlichen Lebensmitteln zu greifen. Mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse sollen es sein. Besonders gesund sind saisonale und regionale Produkte, die keine langen Lieferwege hinter sich haben. Wer Werbeprospekte aufmerksam liest, kann dank der zahlreichen Rabatte besonders günstig kaufen. Im Frühling sind z.B. Erdbeeren in Aktion, während man im Herbst Wurzelgemüse und Kürbis besonders günstig erstehen kann. Ebenfalls auf dem Dreieck mit den pflanzlichen Lebensmitteln sind Getreideprodukte zu finden. Brot und Vollkornprodukte als besonders gesunde Varianten befinden sich weiter unten als Weißmehlbrötchen, fettreiche Pommes Frites oder Kuchen. Im Bereich der tierischen Produkte sind als Basis Michprodukte vorgesehen, die man täglich zu sich nehmen sollte. Allerdings am besten als fettarme Varianten und möglichst zuckerfrei. Fertige Fruchtjoghurts sind besonders stark gesüßt und sollten bei Abenehmwilligen besser durch Naturjoghurt mit frischen Früchten ersetzt werden. Fisch steht nach der Lebensmittelpyramide am besten ein bis zwei Mal pro Woche auf dem Speiseplan. Pro Woche sollten nicht mehr als 300 bis 600 Gramm hochwertiges Fleisch genossen werden. Geflügel ist auf der Pyramide weiter unten zu finden wie fette Wurstsorten und rotes Fleisch.

Hochwertige Fette und Getränke

Über Jahrzehnte waren Fette in der gesunden Ernährung nahezu verpönt. Viele Diäten strichen sie fast vollständig aus dem Speiseplan. Doch auf Fett ganz zu verzichten, kann aus gesundheitlicher Sicht sogar gefährlich werden. Immerhin sind die Vitamine A, D, E und K fettlöslich und können nur bei gleichzeitigem Genuss von etwas Fett vom Körper aufgenommen werden. Ideal sind Raps- und Walnussöl, die beide mit einer günstigen Fettsäurenkombination überzeugen. Schmalz hingegen befindet sich an der Spitz und sollte nur in Ausnahmefällen zum Braten konsumiert werden. Als Quell der Gesundheit gelten Getränke. Täglich sollten man 1,5 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. Am besten wird der Bedarf mit kalorienfreien Getränken gedeckt. Dafür bietet sich Wasser an. Auch ungesüßter Tee ist zu empfehlen. Stark verdünnte Fruchtsäfte und Lightgetränke befinden sich im Mittelfeld des Dreiecks. Nur selten sollten Energiedrinks, gesüßte Limonaden und Eistee mit Zucker den Flüssigkeitsbedarf decken.

Fazit

Die dreidimensionale Lebensmittelpyramide veranschaulicht deutlich, wie sich ein gesunder Speiseplan zusammensetzt. Dabei werden die wichtigsten Lebensmittelgruppen erfasst und dem Anwender ein Gefühl für die richtigen Mengen gegeben. Da sich auch als ungesund geltende Lebensmittel wie Kuchen oder Knabbereien auf der Pyramide befinden, hat man weniger das Gefühl, dass vieles verboten ist. Wer sich nämlich grundlegend an die Regeln der Pyramide hält, darf sich zu besonderen Gelegenheiten mit gutem Gewissen etwas gönnen.

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